PGA Tour
10 Millionen: Woods kassiert erneut PIP-Bonus
7. Januar 2025 , Daniel Dillenburg

Im letzten Jahr des Player Impact Program (PIP) der PGA Tour verdient sich Tiger Woods den ersten Platz und kassiert zehn Millionen Dollar. Der 49-Jährige führt das Ranking an, obwohl er in der vergangenen Saison bei fünf offiziellen Starts nur einen Cut geschafft hat.
„Das Programm wurde entworfen, um Spieler zu belohnen, die die größte Auswirkung auf das PGA-Tour-Geschäft haben – Tickets, Sponsoring, Medienkonsum und Fan-Engagement - und das Interesse an der PGA TOUR und dem Golfspiel fördern.“ Das Player Impact Program (PIP) wurde zur Saison 2020/21 ins Leben gerufen und als direkte Reaktion der PGA Tour auf das Aufkommen der LIV Golf League verstanden. Mit den millionenschweren Bonuszahlungen wollte man verhindern, dass die Topstars zur neuen Liga nach Saudi-Arabien abwandern. Mit mäßigem Erfolg.
Jon Rahm, Phil Mickelson, Bryson DeChambeau, Dustin Johnson und Brooks Koepka sind trotz der Bemühungen der PGA Tour gewechselt. Rahm kassierte zu seiner Zeit auf der Tour noch 18 Millionen Dollar aus dem PIP und unterzeichnete dann zur Saison 2024 trotzdem den dicksten LIV-Vertrag in der Geschichte. Die Spieler, die geblieben sind, hatten vergangene Saison zum letzten Mal die Chance, etwas vom 50-Millionen-Kuchen abzubekommen. Wenig überraschend bekam Tiger Woods zum dritten Mal in der kurzen PIP-Geschichte das größte Stück. In Zahlen: Zehn Millionen US-Dollar.
In Anbetracht der sportlichen Relevanz des 49-Jährigen dürfte dieses Ergebnis verwundern. Immerhin spielte Woods 2024 nur fünf offizielle Turniere. Einzig beim Masters erreichte er den Cut. Auch sonst war es die vergangenen zwölf Monate recht ruhig um den 15-maligen Major-Sieger. Die einzigen Male, die er in Erscheinung trat, fungierte als zentrale Stimme in den Verhandlungen zwischen der PGA Tour und dem PIF (LIV Golf), obwohl er meist hinter den Kulissen blieb. Zudem brachte Woods seine Marke Sun Day Red im ersten Quartal auf den Markt, und sein ehemaliger Agent Hughes Norton veröffentlichte sein Buch „Rainmaker“, in dem Woods' frühe Jahre beschrieben werden.
Scheffler auf zwei
Scottie Scheffler belegte den zweiten Platz im PIP und kassierte dafür respektable acht Millionen Dollar. Eine aus sportlicher Sicht verdiente Bonuszahlung, bedenkt man, dass er neun Mal gewann, darunter eine olympische Goldmedaille, das Masters, die Players und die Tour Championship. Einem Bericht von Josh Carpenter von SBJ zufolge wurden die PIP-Ergebnisse für 2024 den Spielern Ende November bekannt gegeben, aber das Memo wurde erst jetzt den Medien zugespielt. Die endgültige Top Ten lautete wie folgt:
- Tiger Woods - 10 Millionen
- Scottie Scheffler - 8 Millionen
- Rory McIlroy - 4,5 Millionen
- Xander Schauffele - 4,5 Millionen
- Jordan Spieth - 4,5 Millionen
- Collin Morikawa - 4,5 Millionen
- Shane Lowry - 3,5 Millionen
- Justin Thomas - 3,5 Millionen
- Tommy Fleetwood - 3,5 Millionen
- Wyndham Clark - 3,5 Millionen
Das einzige Mal, dass Woods die PIP-Wertung nicht gewann, war 2023, als er nicht auf die Mindestanzahl an gespielten Turnieren kam, um im Ranking berücksichtigt zu werden. Damals ging der Sieg an McIlroy. Nach vier Jahren wird die stets etwas undurchsichtige PIP-Wertung ad acta gelegt. Zu dieser Saison führt die PGA Tour ihr Player Equity Program (PEP) ein. Das neue Programm trat mit dem Saisonauftakt auf Hawaii in der vergangenen Woche in Kraft.
Im Rahmen des PEP haben alle Tour-Mitglieder Anspruch auf wiederkehrende Eigenkapitalzuschüsse. Das Programm sieht in diesem Jahr bis 2030 einen jährlichen Zuschuss von 100 Millionen Dollar vor. Dem Memo zufolge wird dieser Zuschuss unter „etwa 20 Top-Performern jedes Jahr aufgeteilt, basierend auf der Leistung der letzten drei Jahre, der Leistung des letzten Jahres sowie den Messkriterien, die im Player Impact Program verwendet wurden.“ Dass Woods auch hier die Nase vorn haben wird, ist angesichts seiner sportlichen Entwicklung, schwer vorstellbar.

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