Tour-Report
Titelpremiere in Phoenix und Trump spielt mit Woods
10. Februar 2025 , Thomas Fischbacher

Sieben Schläge Vorsprung! Thomas Detry hat sich souverän seinen ersten Sieg auf der PGA Tour gesichert, während Tiger Woods mit Donald Trump auf die Runde geht.
In die Rolle des Führenden war Thomas Detry vor einer Finalrunde eines Turniers der PGA Tour nur selten geschlüpft. Der Belgier hatte sich bei der Phoenix Open die beste Ausgangsposition erspielt. Und trotz prominenter Namen im Verfolgerfeld wie Jordan Spieth, Scottie Scheffler oder Justin Thomas ließ der 32-Jährige nichts mehr anbrennen, legte im Finale eine 65, siegte am Ende haushoch mit sieben Schlägen Vorsprung und feierte Titelpremiere. Der Lohn: 1,656 Millionen Dollar Siegprämie und der Sprung auf Platz zwei im FedExCup.
Ein Ass ist für jeden Golfer ein besonderes Erlebnis. Auch für die Besten der Welt. Gelingt der Kunstschuss dann auch noch im Hexenkessel des Golfsports schlechthin, entstehen Momente für die Ewigkeit. Emiliano Grillo begeisterte die Zuschauer auf der 16. des TPC Scottsdale mit einem Traumschlag. Aus gut 145 Meter versenkte er seinen Ball nach einem Schlag mit dem Pitching Wedge direkt im Loch. Es war das 13. Ass in der Geschichte des berühmten Stadionlochs. „Man träumt davon. Ich spiele hier seit zehn Jahren und jedes Mal denkt man sich: 'Was ist, wenn er reingeht?' Es war perfekt”, kommentierte der Argentinier.
Trump soll bei Deal helfen
Donald Trump ist ein vielbeschäftigter Mann. Und der US-Präsident hat nun neben wichtigen innen- und außenpolitischen Themen auch die Zukunft des Golfsports auf der Agenda. Am Dienstag bekam der leidenschaftliche Golfer Trump Besuch von PGA-Tour-Boss Jay Monahan und Policy-Board-Mitglied Adam Scott. Der US-Präsident soll dabei helfen, eine Einigung der LIV Golf League mit der PGA Tour zu beschleunigen. Die Ergebnisse? „Wir haben den Präsidenten gebeten, sich zum Wohle des Spiels, des Landes und aller beteiligten Länder zu engagieren. Wir sind dankbar, dass seine Führung uns einer endgültigen Einigung näher gebracht und den Weg für die Wiedervereinigung des Profigolfsports der Herren geebnet hat”, heißt es in einem Statement.
Auch Tiger Woods hat Trump in der vergangenen Woche getroffen. Gemeinsam mit Sohn Charlie ging es im Trump International Golf Club in Palm Beach, Florida, auf die Runde. Die Motivation für die gemeinsamen spielerischen Ausflug ist unklar. Es war eine ereignisreiche und traurige Woche für Woods, der am Dienstag den Tod seiner Mutter Kultida bekanntgab. Zudem verkündete der 15-malige Major-Gewinner etwas überraschend, in dieser Woche beim Genesis Invitational in Torrey Pines seine Rückkehr auf der PGA Tour feiern zu wollen.
Noh macht einfach keine Fehler, Korda unterstützt Maßnahmen
Auch auf der LPGA Tour gab es eine Spielerin, die sich am Ende von der Konkurrenz absetzen konnte. Die Amerikanerin Yealimi Noh notierte am Wochenende des Founders Cup in Bradenton, Florida, lediglich Pars und Birdies und setzte sich am Ende mit vier Schlägen vor Jin Young Ko durch. Die südkoreanische Major-Gewinnerin hatte sich durch drei Bogeys auf den Bahnen 13 bis 16 aus dem Titelkampf verabschiedet.
Nelly Korda kam nahe ihrer Heimat auf dem siebten Rang ins Ziel. Neben dem Geschehen auf dem Platz drehten sich die Diskussionen mal wieder um ein ganz bestimmtes Thema: langsames Spiel. Die LPGA Tour hatte angekündigt, bei Trödeln härter durchgreifen zu wollen. Von Strafschlägen und Geldstrafen war die Rede. Korda, die Nummer eins der Welt, unterstützt die Maßnahmen: „Ich denke, dass die Einführung strengerer Regeln gut für den Golfsport ist, weil wir ein Unterhaltungsprodukt sind. Wenn wir da draußen aber so lange brauchen, ist das nicht unterhaltsam.“
Unterhaltsam war auch der Auftakt der LIV Golf League in Saudi-Arabien. Bei Flutlicht sicherte sich Martin Kaymers Team-Kollege Adrian Meronk seinen ersten Sieg. Der Pole gewann zwei Schläge vor Jon Rahm und Sebastian Muñoz. Kaymer kam als 44. (von 54 Spielern) ins Ziel.

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