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Mit einer Bilderbuch-Finalrunde von 62 Schlägen holt sich Bernhard Langer den Titel bei der 3M Championship. Auch wenn sich das Ergebnis auf dem Grün entscheidet, so überzeugte Langer doch mit einem makellosen langen Spiel. Wir werfen einen Blick in die Tasche des Adams-Spielers.

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Nach über 17 Monaten (2011 ACE Group Classic) gewinnt Bernhard Langer wieder ein Turnier auf der Champions Tour. Vor allem aufgrund seiner vielen verpassten Siegchancen in der laufenden Saison freut sich der Deutsche über den Sieg in Minnesota ganz besonder: "Speziell nach den letzten Wochen, als ich in Führung lag aber es am Ende nicht durchgezogen habe, war es sehr wichtig für mein Selbstvertrauen, wieder einen Titel zu holen." Nachdem er sowohl bei der US Senior Open, als auch der Senior Open Championship in Führung liegend in die Finalrunde gegangen war, scheiterte der Deutsche stets auf den letzten Löchern - bei der US Open überholte ihn nach einer 72 am Sonntag Roger Chapman, in Turnberry beendete er das Turnier mit fünf Bogeys auf den hinteren Neun und fiel auf den geteilten sechsten Rang zurück.



"Mein Ziel war es, zehn unter Par für den Tag zu spielen", erklärte Langer seine anvisierte Marke für den Sonntag. Ihm war aber klar, dass ein Sieg mit 18 unter Par nicht sicher war. Zu viel hing von der Leistung des Führenden David Peoples ab. "Es ist nie einfach, mit einer großen Führung in die Finalrunde zu gehen", erklärte Langer. "Man verlässt sich zu sehr darauf, den Vorsprung ins Clubhaus zu retten und ändert seine Strategie" ,wusste der Deutsche aus eigener Erfahrung. "Er hat ordentlich gespielt, aber zu seinem Pech habe ich einen guten Tag erwischt."

Die Untertreibung des Jahres
Gut ist kein Ausdruck dafür, was Bernhard Langer nicht nur im Verlauf der Finalrunde, sondern über die gesamten drei Turniertage gezeigt hat. Bei einem Blick auf seine Scorekarte und die Statistiken des Deutschen fällt einem nur ein Begriff ein: makellos. Auf dem TPC Twin Cities traf Langer 93 Prozent der Spielbahnen (Rang zwei) - am ersten Tag waren es sogar 100 Prozent - und 48 der 54 Grüns in regulation (Erster). Der "Schlüssel zum Erfolg" waren allerdings die vielen gelochten Putts am Sonntag. Mit gerade einmal 26 Schlägen auf den Grüns beendete Langer die Runde und hatte am Ende zehn Birdies auf der Scorekarte stehen. Über die gesamte Woche kassierte er bei windigen und anspruchsvollen Bedingungen lediglich zwei Bogeys - kein anderer Spieler notierte weniger Schlagverluste - und gewann mit der 3M Championship 2012 seinen 15. Titel auf der Champions Tour.

Die 62 war die niedrigste Finalrunde, die jemals bei der 3M Championship gespielt wurde. Zudem setzte Langer seine Serie von Top-Ten-Platzierungen in diesem Jahr fort. Sein Sieg war das neunte Mal in Folge - und das zwölfte Mal bei seinen 14 Auftritten 2012.

Eine Karriere in Bildern - Bernhard Langer

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Neue Eisen, alte Eisen
Seit Anfang 2007 spielt Bernhard Langer hauptsächlich mit Schlägern von Adams Golf. "Er ist international bekannt dafür, dass er konstantes Golf zeigt, und wir erwarten nicht, dass sich das irgendwann ändern wird", sagte damals Chip Brewer von Adams Golf. Er sollte recht behalten. Bis 2012 konnte der Deutsche in jedem Jahr mindestens ein Turnier auf der Champions Tour gewinnen und spielte jedes Jahr um die Spitzenposition im Charles Schwab Cup mit.

Dennoch wollte sich Langer auch in der vergangenen Woche nicht von seinen Ben-Hogan-Eisen trennen. Die langen Eisen kommen noch immer von seinem alten Ausstatter vor dem Wechsel zu Adams Golf. In manchen Punkten bleibt der Deutsche einfach ein Traditionalist.

  • Driver: Adams "Speedline F12 LS" (9,5 Grad; Schaft: Graphite Design "Tour AD DJ7")
  • Fairwayholz: Adams "Insight" Holz 3+ (12,5 Grad; Schaft: Graphite Design "Purple Ice 95")
  • Hybrid: Adams "Idea Pro" (18 Grad; Schaft: RT Technologies "Midas")
  • Eisen (3-5): Ben Hogan "Apex Forged"
  • Eisen (6-PW): Adams "Idea Pro Black"
  • Wedges: Titleist "Vokey Design SM 4" (56 und 60 Grad)
  • Putter: Odyssey "White Hot 2-Ball" (Long)
  • Ball: Titleist "Pro V1"
adk




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