Der Stone Course des Estonian G&CC
Mit dem Stone Course des Estonian Golf and Country Club ist dem renommierten finnischen Designer Lassi Pekka Tilander eine interessante Verknüpfung zwischen Kultur und Golfvergnügen gelungen.
Der 2005 gebaute Neun-Loch-Kurs (Par 36) ist im Links-Design angelegt und bietet einen interessanten Kontrast zum näher am Meer verlaufenden Sea Course, dem 18-Loch-Platz des Resorts. Das Layout beider Kurse könnte unterschiedlicher kaum sein.
Während die Hauptcharakteristika des Sea Course die spektakulären Aussichten und der hohe Baumbestand sind, erinnert der Stone Course eher an einen britischen Links Course. Hohe Bäume sind nicht zu finden, stattdessen begrenzen Wacholder-Büsche viele der auf einer Kalksteinebene angelegten Spielbahnen.
Taktisch clever platzierte Pott-Bunker erhöhen die Schwierigkeit, zudem ist der böige Wind häufig ein entscheidender Faktor auf dem offenen Platz. Die Grüns beider Kurse des Resorts entsprechen den USGA-Bedingungen und sind sehr gut gepflegt. Allerdings wirkt sich in so manchen Jahren der lange Winter – zumindest zu Beginn der Saison – negativ auf die Qualität der Puttflächen aus.
Was den Stone-Course einzigartig macht, sind die kulturellen Highlights, die einem auf der Runde begegnen. Entlang einiger Bahnen verlaufen tausende Jahre alte Steinzäune, die unter Denkmalschutz stehen. Weiter erinnern Grabhügel an die Zivilisation, die das Gebiet vor Jahrtausenden bewohnte. Einige der großen, prähistorischen Felssteine, die auf dem Areal zu finden sind, stammen ursprünglich aus dem heutigen Schweden und kamen während der Eiszeit an die Ostseeküste.
Der südlichere der beiden Kurse auf der Anlage nahe Tallinn bietet seinen Gästen gewissermaßen eine Kombination aus Links-Golf und einen Hauch von Stonehenge.
tfi
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