Golfplatzbewässerung

Hitze verursacht Trockenschäden

 
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12.7.2010 – Der Sommer hat auf einigen Golfanlagen bereits Spuren in Form von Trockenschäden hinterlassen. Um zukünftig auf Extremereignisse besser vorbereitet zu sein, aber auch um das Wasser effektiv einzusetzen und somit Kosten zu sparen, sollte das Bewässerungssystem auf Golfanlagen regelmäßig überprüft werden.

Beginnend bei der Wasserbeschaffung aus Brunnen, Oberflächenwasser, Dränagen, Brauchwasserquellen sowie deren Filter- und Bevorratungsobjekten sind diese regelmäßig auf ihre Funktionstüchtigkeit zu überprüfen. Durch eine Wasserverteilungskontrolle lässt sich die Einstellung und ordnungsgemäße Arbeit der Regnerköpfe überprüfen. Eine Wasserverteilungsmessung ist mittels Auffanggefäße (Regenmesser) im Rasterabstand nach DIN 18035 von zwei Meter oder in der Praxis wie in der nachfolgenden Grafik dargestellt mit vier Metern durchzuführen. Die Windgeschwindigkeit ist bei der Messung und der Ergebnisbewertung zu berücksichtigen. Mit dem Messergebnis kann die Arbeit der Regnerköpfe bewertet und zur gleichmäßigeren Verteilung neu justiert werden.
http://www.golf.de/dgv/imagedata/10_Umwelt_Wasserverteilung_400.jpg
Grafik: Darstellung der Wasserverteilungsmessung auf einen Grün


Präzise Steuerung hilft bei der Wasserverteilung
Bei einer Bewertung der Verteilung sollte auch die Topographie des Beregnungskörpers berücksichtigt werden. Durch eine genaue Einstellung der zu beregnenden Sektoren, richtige Düsen und wenn möglich Einzelsteuerungen lassen sich die gewünschten Wassermengen genau verteilen. Auch bei Neuanlagen ist wichtig, die Einstellung zu prüfen. Nachdem die Umfelder der Grüns und Abschläge sich mit einem geschlossenen Grasbestand etabliert haben, kann die Beregnung auf die Intensivbereiche reduziert werden.
Unabhängige Beratungen zu diesem Thema werden auch vom DGV angeboten. Eine präzise Steuerung hilft das Wasser gleichmäßiger zu verteilen und somit auch Wasser zu sparen.

Alternative Wasserquellen erschließen
Reicht auch nach einer Optimierung der Beregnungsanlage das vorhandene Wasser nicht aus, sind alternative Wasserquellen auf deren Eignung zu prüfen und zu erschließen. Eine wesentliche Grundlage zur Auslegung der Beregnungsanlage ist eine genaue Wasserbedarfsermittlung.

Das Ergebnis der Wasserbedarfsberechnung ist Voraussetzung für:
• Auslegung der Beregnungstechnik
• Quantitative Wasserbeschaffung
• Kostenplanung beim Wassereinkauf
• Argumentationsgrundlage bei Behördengesprächen und Wasserrechtsanträgen
• Auslegung und Kontrolle der Pumpenleistungen
• Schaffung optimaler Pflegevoraussetzung

Bei Fragen oder Interesse an einer Überprüfung der Bewässerungsanlage können sich Betreiber von Golfanlagen an Herrn Andreas Klapproth, Leiter des DGV-Arbeitskreises Golfplatzbewässerung, wenden:

Tel.: 06195-911811
E-Mail: klapproth@landschaft-kelkheim.de


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